zur Erinnerung an Emelies Rosetten

Auch meine Geschichte klingt wie die vieler anderer – aber ich werde sie trotzdem erzählen.

 

Irgendwann im Kindesalter kam auch bei mir der Wunsch auf: „Ich möchte ein Meerschweinchen haben!“ Ich hatte auch schon genaue Vorstellungen, es sollte weiß  und tragend sein. Schließlich machte es mein Opa möglich und wir holten aus dem Tierpark ein bereits tragendes Meeri. Es bekam einen großen Stall – mit Einzelhaft. Aber bald waren drei bunte Meeri-Babys da.  Die wurden später verschenkt und Muzi blieb wieder allein. Meine Oma schenkte mir später noch ein winzig kleines Langhaarmeeri, in weiß-grau. Auch dieses kam schön in Einzelhaft, damit, wie  meine Oma sagte, nicht ungewollter Nachwuchs folgt. Der folgte aber recht schnell, denn dieses winziges Schweinchen bekam zwei noch winzigere Babys. Eins davon blieb bei seiner Mutter. Auch wenn meine Muzi weiterhin in Einzelhaft leben musste, gab es im Garten ein großes Freigehege, dass von meinem riesigen Kater Max bewacht wurde (seitdem heißen in unserer Familie alle Hauskatzen Max oder Maxi). Dort war sie dann nicht ganz so allein.

 

Später gerieten die Meeris etwas in Vergessenheit. Als meine große  Tochter 8 wurde (im Jahr 2008), erweckte ihr Interesse für Meeris. Ein großer Stall wurde angeschafft, das Berliner Tierheim abgeklappert und letztendlich zogen doch zwei Rosetten aus dem Bangel ein, dem später noch ein drittes folgte (alle weiblich). Wie bei mir damals, sollte es Nachwuchs geben. Ich war nach einigem Hin und Her auch einverstanden, denn immerhin konnte ich mich erinnern, dass dieser kleine Nachwuchs so unwahrscheinlich süß ist. Felix wurde gekauft. Nach kurzer Einzelhaft – Pilz beim Baumarktschweinchen – durfte er zu den Damen. Jetzt hatte es aber diese schlimm erwischt. Trotz hoher Tierarztkosten waren die 3 nicht mehr zu retten. Felix war also wieder allein. Mein Mann und ich fassten uns ein Herz und kauften Ulla und Selma. Im November brachten beide jeweils 5 Schweinchen zur Welt. Selma starb 3 Tage nach der Geburt. So kam Ulla mit 10 Babys ins Haus. Wir fütterten die Kleinen alle 2 Stunden mit Pre-Milch und Spritze. Von den 10 Babys schafften es letztendlich 4. Ulla war völlig abgemagert, kam aber wieder in ihre Gruppe zurück und lebte dort neu auf.

 

Dieses Erlebnis letztendlich gab den Ausschlag dafür, sich ab Dezember 2010 genauer mit Meerschweinchen zu beschäftigen. Alles über sie zu wissen um dann eine kleine Hobbyzucht mit meinen Wunschschweinchen zu haben. Die Rexe hatten es mir vom ersten Moment an angetan, sie gehörten also dazu. Meine Glattis möchte ich aber auch nicht missen. Sie gehören einfach dazu. Meine lieben Baumarktschweinchen dürfen so langsam in Rente gehen (Felix wurde am 11.05.11 kastriert) und die jungen Glattis  können loslegen.

 

Welche Richtung ich letztendlich einschlage, wird die Zeit zeigen. Momentan gibt es noch so viele Farben, die ich züchten möchte ohne mich schon festzulegen. Eins ist aber sicher: lilac wird dabei sein.

 

Mir ist es wichtig, gesunde, lebensfrohe und robuste Schweinchen zu züchten, egal ob Rex oder Glatthaar. Meine Tiere leben ganzjährig in Außenhaltung und haben, so weit möglich, jeden Tag Freilauf. Ein neues, großes Freilaufgehege ist im Bau.

 

Danke meine liebe Emelie, dass Du mir die Meerschweinchen wieder so nahe gebracht hast. Danke auch an meinen Mann und die kleine Griseldis, die sich so lieb um die Meeris kümmern.

Ulla und Selma noch ganz klein (Felix muss noch warten)